Folienversandtaschen sind im Online-Handel die Standardverpackung für Textilien, Zubehör und viele weitere Waren, die nicht bruchempfindlich sind. Sie sind leicht, wasserdicht und sparen Lagerplatz und Frachtkosten. Wer größere Mengen einkauft, stößt schnell auf den Begriff Co-Ex. Was sich dahinter verbirgt und welche Vorteile mehrschichtige Folien im gewerblichen Versand bieten, erklärt dieser Beitrag.
Was bedeutet Co-Extrusion?
Bei der Co-Extrusion werden mehrere Schichten Polyethylen in einem Arbeitsgang zu einer Folie zusammengeführt. Anders als bei nachträglich laminierten Folien sind die Schichten fest miteinander verschmolzen und lösen sich nicht voneinander. Eine typische dreischichtige Folie besteht aus einer Außenschicht, die abriebfest ist und den Druck gut annimmt, einem tragenden Kern und einer Innenschicht, die für Blickdichte sorgt. Dadurch verhält sich die Folie wie ein einheitliches Material.
Vorteile gegenüber einschichtigen Folien
Bei gleicher Materialstärke sind Co-Ex-Folien in der Regel reißfester und widerstandsfähiger gegen Durchstoßen. Der Hersteller kann die Eigenschaften der einzelnen Schichten gezielt einstellen, zum Beispiel höhere Steifigkeit im Kern oder bessere Bedruckbarkeit außen. Häufig lässt sich so auch Material sparen, weil eine dünnere mehrschichtige Folie die Leistung einer dickeren Standardfolie erreicht. Für Händler bedeutet das weniger Gewicht pro Tasche und geringere Transportkosten.
Foliendicke und Anwendungen
Die Dicke wird in Mikrometern angegeben. Für leichte Textilien und Accessoires genügen meist 50 bis 60 Mikrometer. Für Winterbekleidung, Schuhe im Beutel oder Produkte mit Metallteilen empfehlen sich 60 bis 80 Mikrometer. Wichtiger als die reine Dicke sind aber Reißfestigkeit und Widerstand gegen Durchstoßen, die Sie beim Hersteller erfragen sollten. Eine blickdichte Innenschicht schützt zusätzlich vor neugierigen Blicken und mindert das Diebstahlrisiko.
Nähte, Verschluss und Retouren
Die Naht ist die häufigste Schwachstelle einer Versandtasche. Achten Sie auf gleichmäßige, durchgehende Schweißnähte ohne dünne Stellen. Der Verschluss sollte aus einem Klebestreifen mit Schutzfolie bestehen, der auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig haftet. Manipulationssichere Streifen zeigen ein Öffnen der Sendung an. Ein zweiter Klebestreifen ermöglicht dem Kunden, dieselbe Tasche für die Rücksendung zu nutzen. Die verfügbaren Ausführungen, Formate und technischen Werte der mehrschichtigen Modelle sind unter https://www.filmar-group.pl/de/produkte/folienversandtaschen/co-ex-folienversandtaschen/ dokumentiert, sodass sich die Spezifikation vor dem Einkauf direkt prüfen lässt.
Bedruckte Versandtaschen
Für Online-Shops sind Versandtaschen mit eigenem Logo ein einfaches Mittel, die Marke sichtbar zu machen. Der Druck erschwert außerdem das Austauschen des Inhalts. Legen Sie vor der Bestellung Farbanzahl, Druckfläche und Mindestauflage fest und lassen Sie ein Muster freigeben. Wasserbasierte Farben haften gut auf Polyethylen und sind umweltfreundlicher als lösemittelhaltige Farbsysteme.
Recyclinganteil und Nachhaltigkeit
Neue EU-Vorgaben zu Verpackungen und die Erwartungen der Kunden führen dazu, dass Händler häufiger zu Versandtaschen mit Rezyklat greifen. Recycelte Folie erreicht bei richtiger Rezeptur ähnliche mechanische Werte wie Neuware, kann jedoch farblich leicht abweichen. Fragen Sie nach dem Anteil an Recyclingmaterial, den Nachweisen und der Recyclingfähigkeit der Tasche nach Gebrauch.
Muster testen und Qualität prüfen
Vor einer Großbestellung lohnt es sich, Muster unter realen Bedingungen zu testen. Verpacken Sie typische Bestellungen, versenden Sie sie über verschiedene Dienstleister und kontrollieren Sie Nähte, Klebkraft und Zustand der Folie bei Ankunft. Ein Hersteller, der Extrusion, Konfektionierung und Druck selbst steuert, kann gleichbleibende Qualität von Charge zu Charge sichern und Spezifikationen anpassen, wenn sich Ihr Sortiment ändert.
